MIZZIPALUMI – wahntäglicher normalsinn

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Lichtbildnerei · Unterwegs

Musikalischer Monolith

14. Januar 2017 von Robert Louis Griesbach

Hamburg hat mit der Elbphilharmonie nicht nur ein neues Wahrzeichen erhalten, sondern wohl auch ein neues städtisches Selbstbewusstsein, wenn man den Gesprächsfragmenten der Pilgernden Glauben schenken darf. Sicher, war Hamburg doch immer die schönste Stadt Deutschlands und der Welt (wenn man Berliner oder Kölner fragt bekommt man kurioserweise andere Antworten) – mit der Elbphilharmonie scheint der Stolz der hanseatischen Einwohner auf ihre Stadt noch gestiegen zu sein – Begeisterung allenthalben, vergessen alle Widrigkeiten und Kosten, denn freudige Gefühle sind nun mal unbezahlbar. Architektonisch sicher ein Juwel unter den sonst so langweilig konzipierten Bauten, die in Deutschland neuerdings entstehen (ich erinnere da an die ideenlose Bebauung rund um den Berliner Hauptbahnhof). Entlehnt der Idee Hans Scharouns, der schon Anfang der 60er Jahre mit der mittigen Positionierung des Orchesters in der neuen Berliner Philharmonie mit der traditionellen Konzertsaal-Aufteilung brach, ist auch das Orchester der Elbphilharmonie vom Publikum umgeben. Die Plaza des neuen Wahrzeichens ist öffentlich zugänglich – sofern man sich rechtzeitig um „Plaza-Tickets“ bemüht hat. Aus Sicherheitsgründen ist nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern auf der Plaza zulässig. Deshalb wird der Besuch über die Ausgabe von Tickets geregelt. Tickets für einen Plaza-Besuch am selben Tag sind direkt vor Ort kostenfrei erhältlich. Eine Vorbuchung für einen garantierten Einlass zu einem bestimmten Zeitraum ist gegen eine Buchungsgebühr von 2 Euro möglich.

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