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Unterwegs

Meisterhafter Brückenschlag

31. Mai 2017 von Robert Louis Griesbach

 

Die Brooklyn Bridge (ursprünglich New York and Brooklyn Bridge) in New York City ist eine der ältesten Hängebrücken in den USA. Sie verbindet die Stadtteile Manhattan und Brooklyn miteinander. Die Brücke hat heute sechs Fahrspuren sowie in der Ebene darüber einen breiten Fuß- und Radweg. Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1883 war die Brooklyn Bridge die längste Hängebrücke der Welt.

Konstruiert wurde die Brücke vom deutschen Ingenieur John A. Roebling. Aufgrund eines Unfalls während der Bauarbeiten verstarb er plötzlich und erlebte die Fertigstellung nicht mehr. Sein Sohn Washington übernahm die Leitung der Bauarbeiten und setzte die sogenannte Caisson-Technik ein, die er mit seiner Frau Emily studiert hatte. Hierbei wurden Kästen als Fundamente unter Wasser verankert. Pressluft verhinderte das Eindringen des Wassers. Die Arbeitsbedingungen waren sehr schlecht und viele Arbeiter erkrankten an einer seltsamen Krankheit. Heute weiß man, dass es sich um die Caissonkrankheit – auch bekannt als die Taucherkrankheit – handelte, die auftritt, wenn Menschen Überdruckkammern zu schnell verlassen. Auch Roebling erkrankte daran, litt unter starken Schmerzen und blieb gelähmt. Er wollte den Bau jedoch nicht stoppen und beobachtete den Fortgang vom Rollstuhl aus.

Emily Roebling übernahm nun die Leitung der Baustelle. Sie verhandelte und setzte trotz vieler Intrigen die Qualitätsansprüche der Roeblings durch.

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